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Bei der Organisation der agilen Lernaktivität
müssen mehrere Parameter berücksichtigt werden. Dies sind Aspekte
wie die Größe der Lerngruppe und die Frage, ob die geplante
Lernmaßnahme zur Gruppengröße passt oder ob sie in mehrere
kleinere Lerngruppen aufgeteilt werden muss, was die weitere Aufgabe
der Abstimmung von Lernenden, Experten, Arbeitszeiten etc. noch
komplizierter macht. Auch die Frage, wann die neuen Fertigkeiten und
Kompetenzen dem Unternehmen zur Verfügung stehen sollen, ist für
die Planung von Bedeutung, ebenso wie die Frage, wie viel Zeit und
Mühe alle Beteiligten zu investieren bereit und
in der Lage sind. All dies muss in guter Abstimmung mit allen Seiten
geplant und mit großzügigen Puffern versehen werden, da es immer
wieder zu Terminverschiebungen, regelmäßiger Arbeitsbelastung oder
der Nichtverfügbarkeit entsprechender Mitarbeiter kommen wird.
Zeitliche Engpässe am Arbeitsplatz dürfen nicht mit der Zeit
kollidieren, die die Lernenden benötigen. Es muss darauf geachtet
werden, dass jede Arbeitseinheit mindestens so lang ist, dass die
Lernenden jedes Mal neue, klar beschreibbare Kompetenzen erwerben
können. Andernfalls sind Frustration oder gar ein Scheitern der
Lernaktivität wahrscheinlich. Dies kann zum Teil durch die Wahl
unterschiedlicher Veranstaltungsformate kompensiert werden, die
entweder on- oder offline stattfinden und den Teilnehmern mehr
Flexibilität beim Zusammentreffen bieten. Zusätzlich zur räumlichen
Flexibilität bieten Lernformate, die asynchrones Lernen beinhalten,
auch zeitliche Flexibilität. Wenn die Lernaufgabe in einer
Online-Umgebung bereitgestellt wird, kann die Gruppe ohne zeitliche
und räumliche Einschränkungen zusammenarbeiten. Dabei ist jedoch zu
bedenken, dass a) Teamarbeit immer als sehr vorteilhaft empfunden
wird und b) je ungebundener das Team arbeitet, desto einfacher und
klarer müssen die Aufgaben formuliert werden.